Im Namen Prosperos

Von Joerg Romahn

 

Im 16. Jahrhundert gab es in Italien einen Herrscher Namens Prospero, der sein hochentwickeltes, unabhängiges Herzogtum Mailand, an die Mächte des Bösen verlor. Sein Volk liebte ihn, weil er die Schätze seines Landes allen zugänglich machte. Nach dem Studium des „Buches der Utopien“ hatte er erkannt, dass nur eine Regentschaft, die jedem im Lande eine schrittweise, individuelle Entwicklungsmöglichkeit eröffnet, eine Zukunft auf stabiler, breiter Basis für das ganze Land eröffnet. Um sich tiefer den Studien in seiner Bibliothek zu widmen, überlies Prospero jedoch seine alltäglichen Regierungsgeschäfte zunehmend seinem Bruder Antonio. Dieser nutzte das Vertrauen aus, verriet Prospero, riss die Macht an sich und trieb Prospero, zusammen mit dessen Tochter Miranda, auf`s offene Meer hinaus. Nach wochenlangen Treiben strandeten beide auf einer Insel an. Dort nun lebend, erzählt Prospero seiner inzwischen heranreifenden Tochter die Geschichte dieser Vertreibung (siehe William Shakespeare „Der Sturm“ 1. Akt, 2.Szene):


„Das nun ich so mein weltlich Teil versäumte, der Stille hingegeben, zur Bildung meines Geistes, und bemüht mit dem, was, wär`s  nicht so geheim, des Volkes Begreifen überstieg. Dies weckte in meinem falschen Bruder bösen Trieb. Und mein Zutraun, wie ein guter Vater, zeugte Verrat von Ihm, so groß wie mein Vertraun, das keine Grenzen hatte, - ein ungemessener Glaube. Er, nun Herr, nicht nur von dem was meine Einkünfte trugen, auch allen sonst was meiner Macht gebührte, er glaubte, er sei der Herzog selbst, und keine Scheidwand zwischen dieser Rolle und dem zu sehen, für welchen er sie spielte, will er der absolute Herr von Mailand sein. Ich armer Mann, mein Büchersaal war mir Herzogtum genug. Für weltlich Regiment hält er mich ungeschickt, verbündet sich - so dürstet er nach Macht - mit Neapels König. Tribut zu zahlen, Huldigung zu tun, den Fürstenhut Neapels Krone zu verpflichten, mein freies Herzogtum, ach armes Mailand, zu schnödem Dienst zu beugen.
Als man ein Verräterheer geworben, in einer Nacht erkoren zu der Tat, schloss nun Antonio, Mailands Tore auf.
Und in der mitternächtlichen Stille rissen die Diener seines Anschlags uns hinweg, mich und Dich mein Kind.
Miranda, Prosperos Tochter: Warum bracht uns diese Stund nicht um?
Prospero: Kind, so treue Liebe trug das Volk zu mir, sie wagten nicht der Tat solch blutig` Siegel aufzudrücken. Zu schminken schöner den verruchten Zweck, rissen sie uns an eines Schiffes Bord, dann ein paar Meilen Seewärts, nahmen dort ein Faulgeripp von Boot, ganz abgetakelt, kein Mast noch Segel, selbst die Ratten hatten Grund  zur Furcht. Damit setzten Sie uns aus, zu weinen ins Gebrüll der See, zu seufzen den Winden, deren klagend Wimmern nichts als Weh uns tat.  Miranda: Ach Vater, welche Not machte ich euch damals.
Prospero: Oh, ein Cherubim warst Du, der mich auf dieser Insel erhielt. Du lächeltest, beseelt von Unerschrockenheit vom Himmel, als ich die See mit salz`gen Tropfen hab` gefüllt. Und ächzend unter meiner Last, warst Du es, der verlieh mir widersteh`nde Kraft, mich auszuhalten . Wir hatten nur etwas Speis` und frisches Wasser, das uns der edle Neapolitaner, Gonzalo, der zum Vollbringer dieses Plans ernannt, aus Mitleid gab, nebst reichen Kleidern, auch Leinwand, Zeug und allerlei Gerät, das viel genützt, so aus Leutseeligkeit. Da ihm bekannt, ich liebe meine Bücher, gab er mir Bänd` aus meinem Büchersaal, mehr Wert mir als mein Herzogtum ... .“
Sein wohl gesonnener Freund Gonzalo, warf Prospero bei dieser überstürzten Verbannung, gerade noch die wichtigsten 24 Bücher aus dessen Bibliothek und „... allerlei nützliches Gerät“ mit in`s lecke Boot hinüber, um seinem Schicksal eine gute Wende zu geben.

Auf einer den Phäaken zuzuordnenden ionischen Insel, auf Korfu, auf die er mit seiner Tochter anstrandete, studierte Prospero während des Treibens auf dem offenem Meer diese 24 Bücher, die vielerlei Künste und Wissenschaften in sich trugen. So das Navigieren, Stürme heraufzubeschwören und „Neptun zu seinem Untertan machen“ oder „selbst toten Dingen Leben einzuhauchen“. Durch dieses Wissen und seine dadurch resultierende Beherrschung der Naturkräfte, konnte er und seine Tochter auf der Insel nicht nur überleben, sondern wurde später sogar zum sagenumwobenen Zauberer.

Als er durch seine Kunst später die Thronräuber in einem von ihm entfachten Sturm zum Schiffbruch zwingt und auf die selbe Insel anstranden lässt, auf die auch er mit seiner Tochter lebte, wandelte er somit ihren Sinn und wurde somit wieder zum rechtmäßigen Herzog von Mailand. Vom Leid das seine Zorneskraft über diese Schiffbrüchigen gebracht hat angerührt sagt er: „Auf mein Machtwort weckten Grüfte ihre Schläfer, ließen sie heraus, durch meiner Kunst Gewalt. Doch hier schwör ich dies grobe Zaubern ab. Und habe ich, wie jetzt, die himmlische Musik erbeten, zu wandeln ihre Sinne, - also wirkt der luft`ge  Bann - , zerbrech` ich meinen Stab, begrab ihn manche Klafter in die Erde. Und tiefer als ein Senkblei je geforscht, will ich mein Zauberbuch versenken“  („Der Sturm“  5. Akt, 2.Szene). Die meisten dieser 24  Bände sind mit diesen Worten von Prospero selbst  im Meer versenkt worden, weil er glaubte, dass ihr Wissen niemand mehr so gebrauchen müsse, wie er es in seinem Zorn gegen seine Feinde tat. Prospero hoffte, dass seine gewaltige Kunst die Naturgesetze gegen fortschrittsfeindliche Kräfte nutzen zu müssen, in Zukunft, also im Zeitalter des Übergangs von der Renaissance zur damals anbrechenden Moderne, nicht mehr nötig seien und sich der Fortschritt allein durch die Aufklärung entfalten werde. Heute, 400 Jahre später, müssen wir jedoch erkennen, dass der Sinneswandel den Prospero bei seinen fortschrittsfeindlichen Gegnern durch seinen Sturm bewirkte, auf heutige Thronräuber leider nicht nachwirkt, die uns und unser Königreich, unsere Erde, “zu schnödem Dienste beugen“. Und so sehen wir uns in heutiger Zeit wieder veranlasst zu fragen, ob wir Prosperos Bücher, und somit seine Zauberkräfte, nicht auch gegen heutige unrechtmäßige Machthaber, sturmgleich und doch blutlos einsetzen können. Doch Prospero hatte seine Bücher vor Korfu versenkt, was erst unlängst durch Forschungen nachgewiesen wurde. Würde man seine Bücher oder Spuren davon dort noch vorfinden? Durch heutige Analysetechnik und durch ein Verfahren, welches der experimentellen Archäologie entlehnt ist, gelang es mir nun, eines seiner bedeutendsten, damals von Ihm im Meer versenkten Bücher wieder auferstehen zu lassen: Es ist dies das „gestrenge Buch der Geometrien“ , das sechste der 24 Bücher, die Prospero damals im Meer versenkt hat  und das Sie nun, nach über 400 Jahren, erstmals wieder in den Händen halten. Und so wie Zufall nur eine Ergänzung und Erscheinungsform der Notwendigkeit ist, so wird man auch mir die Unzulänglichkeiten bei der Auferstehung dieses Buches anlasten müssen. Denn diese Notwendigkeit machte mich zu ihrem Werkzeug und es war mir nach über 400 Jahren mystischer Verklärung  über den Inhalt jenes Buches beschieden, es in einer von den alten Plagegeistern erneut befallenen Welt, wieder auferstehen zu lassen. Und jener ursprünglichen Zauberwirkung gleich und seinem bestimmungsgemäßen Einsatz gehorchend, wird dieses Buch nun wieder die unerhörtesten Fantasien seiner Leser in die Realität überführen und ihm somit jene, einem Sturm gleichende, alles umwälzende Naturkraft in die Hand geben, die damals schon von so reinigender Wirkung war. Dem Original aus Shakespeares „Der Sturm“ in nichts nachstehend, wird der Leser dieses Buches in die Lage versetzt werden, lebendige Konstruktionen zu entwerfen ihm wieder die Macht über sein eigenes Leben zurückgeben werden. Und diese Konstruktionen werden sich später nicht nur allein in Ihrem Kopf und auf Ihrem Computer bewegen. Nein, es geht weit darüber hinaus: Sie werden beim Konstruieren mindestens zehn Dimensionen durchschreiten, durch die sich Ihre Schöpfungen zu bewähren haben: Raum, Zeit, konstruktiv <-> destruktiv, Real <-> virtuell,  historisch relevant <-> irrelevant, autoevolutionäre Entwicklungskapazität, symbiotisch <-> egozentrisch, stimulierend <-> lethargierend, regenerativ <-> verbrauchend. Und dieses Erleben in verschiedenen Dimensionen wird auch Sie selbst, einem Protagonisten der Menschheitsgeschichte gleich, ebenfalls entwickeln. Nicht nur Quantitativ sondern auch Qualitativ. Oder wie Goethe es formulierte: „Werde und vergehe ! Wenn Du dies nicht hast, bist Du auf diesem düsteren Planeten nur ein finst`rer Gast.“ (West-östlicher Divan). Durch die so gewonnene Einsicht in Ihre unbegrenzte Schöpferkraft in multiplen Dimensionen, werden Sie zudem gelassener werden und treten dadurch heraus aus dem uns täglich umgebenen Teufelskreis der Barbarei des ökonomischen Wolfsgesetzes, das doch eigentlich nur auf eine, von außen in uns hinein-manipulierte Fehleinschätzung über den wahren Umfang sich doch eigentlich selbst regenerierender Ressourcen und uns voneinander entfremdender, törichter Besitzstände basiert.

Um diese Einsicht reifen zu lassen, liegt diesem Buch die 3D-Modelling-Software „Truespace 3.2“  bei,

die sich zunächst mit Ihnen und Ihrem Computer zu einem symbiotischen, facettenreichen Dreigestirn von besonderer Wirkung vereinigen wird:

 

Dieses Dreigestirn bildet zusammen eine neue Qualität, die in seiner Wirkung einer Art Waffensystem gleicht, welches selektiv nur gegen Armut und den darauf basierenden obszönen Reichtum durch Ausbeutung abhängig Beschäftigter wirkt. Denn es fegt allein durch seine Wirkung und einem Sturm gleich, die Ressourcen von den Reichen zurück zu ihrer Quelle: In die Hände der eigentlichen Wertschöpfer. Es ist dies eine neuartige, unblutige, konstruktive, eine mentale, eine gute Waffe. Durch ihre Anwendung wird aufgedeckt, dass unserer aller, scheinbar einem Glühwürmchen gleichen Leben, in Wahrheit der Glanz und die Kraft eines Halleyschen Kometen zukommt. Sie werden nach dem Erlangen des Wissens dass Sie in diesem Buch erwerben, verstehen, weshalb auch von Ihnen aus ein entscheidender Einfluss auf den Gang dieser Welt ausgehen kann. Dies` verdanken wir der Gunst der Stunde,  der zeitgleichen Freigabe von „Truespace 3.2“ seit dem Juni 2003. So wird die Nutzung dieser Software auch in Ihrer Hand zur Blüte gebracht, so stark sein wie jener Sturm, den uns Shakespeare gegen jede Form von Tyrannei anempfohlen hat. Und durch Rückbehalt unserer Arbeitskraft, der Hauptressource ihres obszönen Reichtums, wird der Wirkungsbereich unserer Tyrannen schrittweise auf das gesunde Maß ihrer eigenen Arbeitskraft reduziert. Somit partizipieren auch sie von dieser reinigenden magischen Kraft, denn Sie haben somit die Gelegenheit, ihre durch ihre parasitäre Lebensweise verlorenen Seelen wiederzuerlangen, deren Verlust sie törichterweise durch Nutzung der Früchte fremder Arbeit zu kompensieren suchen. Und hat uns dieser Sturm endgültig der Notwendigkeit enthoben, den Tyrannen unsere Arbeit verkaufen zu müssen, werden wir ihnen in Folge dessen nur noch das geben müssen, was sie am meisten fürchten: Nichts. Wann wir ihnen dann wieder unsere Hand reichen, ist Frage ihres Sinneswandels. Und das ist, gütig genug, unser Gruß an Shakespeare. Denn obgleich Sie uns täglich Alles zu entreißen suchen, antworten wir nicht mit Grausamkeit wie sie selbst, sondern überlassen sie vorerst sich selbst, und ihrer auf Egoismus, Überheblichkeit und Narzissmus basierten Isolation und Stagnation. Doch solange sie von ihren Dämonen  besessen sind, sollten wir sie in Schach halten und unsere Regierungsgeschäfte nicht aus der Hand geben, wie Prospero dies unbedachter Weise tat. Durch Menschheitsgeschichte geläutert, haben wir heute diese Machteinsicht und verfügen zusätzlich über ein weiteres Machtinstrument gegen unsere Tyrannen: Die Solidarität aller Schaffenden. Shakespeare wirft uns diese Frucht, Verbunden mit der Hoffnung auf dessen Vermehrung, durch Gonzalo, aus der Vergangenheit zu. Er zeigt uns auch, wie man mit dem Wissen aus Prosperos Büchern, auch auf unserer Insel der Verdammten und Genötigten, auf unserem Planeten, aus eigener Kraft überleben und den Bann des gegenseitigen Ausplünderns in der Profitproduktion, über uns brechen kann. Diese Hoffnung an uns war in seinem Drama „Der Sturm“  naturgemäß eingebettet in die vier Merkmale des Barock: Die Sexualität, die Gewalt, das Unerhörte und der Illusionismus. Das Ihnen vorliegende Buch begnügt sich nicht allein mit einem Bekenntnis zur literarischen Verwunschenheit des Originals, sondern transformiert seine damals noch als unmöglich geltenden Problemlösungsmöglichkeiten in die reale Praxis heutiger Zeit. Dies ermöglicht der heutige Entwicklungsstand der Menschen durch die Kenntnis der Geschichte und durch die Computertechnik, sowie der Möglichkeit des Selbstbaus seiner Produktionsmittel. Da Privateigentum an Produktionsmitteln (also der Hauptwertschöpfungsquelle) in den Händen einer Minderheit, (bitte nicht verwechseln mit Privateigentum im allg.) das Hauptübel des heutigen Problems der Massenverelendung ist und immer wieder archaisch-kapitalistische Verhältnisse erzeugt,  wird Privateigentum an Produktionsmitteln in den Händen vieler Menschen dieses Problem lösen: Durch massenhafte Selbstherstellung von Produktionsmitteln durch die  Menschen selbst. Diese Befähigung soll dieses Buch aus einer ganz eigenen Richtung befördern und vor Augen führen, dass gute Konstruktionen oft mehr mit dem unbekümmerten Forscherdrang seiner von Neugier und schöpferischer Kreativität getragenen Erfinder zu tun hat, als zwingend mit akademischer Ausbildung. Diese akademische Bildung sollte man sich jedoch stets parallel aneignen, auch außerhalb von Universitäten, da sie wichtige kulturelle Errungenschaften darstellen, die unsere, oft aus einfachen Verhältnissen stammenden Vorfahren, für alle Menschen entdeckt und entwickelt haben, um uns mühsame Arbeit zu ersparen und die Welt weiterzubringen. Das ist zum Glück viel leichter als es umgekehrt oft der reine Akademiker kann, der zunächst nur von der Sorge getragen wird, sich in sein Umfeld zu integrieren, statt sich, angesichts seines Erwerbsdruckes, den Anforderungen der Menschheit vor der Zeit stellen zu können. Dem freien, sich Verspieltheit leisten könnenden, freien Forscher, Erfinder und Tüftler stehen Shakespeares beste Erkenntnisse und Lebenserfahrungen als Kompass zur Seite, die in scheinbar hoffnungslosen Verhältnissen der Machtgier und des Egoismus gereift sind. Nutzen wir seine Erfahrungen und Lebensweisheiten durch die von ihm für uns ersehnte Zauberkraft seiner Bücher, sowie die reinigende Wirkung seines Sturmes zur Gestaltung einer neuen Zukunft: Gegen jene, die täglich neu versuchen auch uns von unseren legitimen Herzogtümern, der Natur, dem Mitmenschen und unserer Erde zu trennen. Diesen Sturm nun auch für sich gegen die Tyrannen unserer Zeit zu entfesseln, befähigt und bemächtigt Sie nun dieses Buch. So wird die Theorie von einer harmonischen Welt, in die sich der heutige, gehetzte Mensch hineinsehnt, zur materiellen Gewalt der Gewaltlosen. In den Händen der geknechteten Massen wird dieses Buch, deren Sehnsüchte in die Realität überführen. Schenken wir dies uns und unserem Planeten Erde - im Zeitraum eines kurzen Lidschlages seiner Zeitgeschichte.


Bisweilen werden Sie das kennen: Sie befassen sich intensiv mit einem Thema, z.B. dem Bau einer Maschine oder eines Gerätes, und nach einigen Tagen des Nachdenkens, fangen Sie an darüber zu träumen. Und wie so oft im Leben weisen Ihnen Täume den Weg zu einer konstruktiven Lösung. Sie wachen morgens auf und denken dann seufzend: „Wie schön wäre es doch gewesen, wenn ich in meinem Traum einen Notizblock dabei gehabt hätte“. Auf dem könnte man Skizzen aus dem Traum in die Realität übertragen. Noch schöner wäre es natürlich, man hätte im Traum sogar einen Fotoapparat dabei gehabt, oder vielleicht eine Filmkamera. Damit könnte man seine Konstruktion dann vielleicht auch farbig, ja sogar in Bewegung und mit wachem Verstand analysieren. Diesen Film müsste man sich dann nach morgendlichem Erwachen immer wieder ansehen können, auch um ihn seinen Freunden zeigen zu können. In der nächsten Nacht könnte man dann, mit nachgeschlagenem Detailwissen und mit neuen Ideen bereichert, wieder in diesem Traum hineingehen und seine Konstruktion weiter vervollkommnen. Und „wie im Traum“ ließe sich dann dort tatsächlich alles ganz schnell und einfach konstruieren. Es wären sogar Funktionsgeräusche zu hören, auch Musik, alles wie auf einer phantastisch inszenierten Theatervorstellung. Und um in tieferliegende Strukturen hineinschauen zu können, sind bestimmte Teile sogar von Ihnen durchsichtig aufgebaut worden, gleichsam aus Glas und auch noch in voller Funktion zu sehen. Nach ein paar solcher konstruktiven Träumnächte, wäre dann nicht nur Ihre ursprünglich geplante Maschine aufgebaut, sondern sogar noch eine ganze, sich bewegende und funktionierende Stadt um diese Maschine herum mit erschaffen. Und das einfach so nebenbei, weil man gerade so berauscht und traumhaft einfach beim Konstruieren war. Diese Stadt war von Ihnen bereits vollständig durchdacht und funktionell dynamisch durchsimuliert. Da gab es neuartige Hochbahnen und kleine Kabinengondeln. Diese Gondeln brachten ihre Passagiere in kleinen Gruppen zur Arbeit. Alles ohne Autoverkehr. Der Lastgüterverkehr verlief in unterirdischen Pipelines, viel Natur, leise schwebende Luftfahrzeuge. Strassen gab es nicht, nur ein paar Eselskarren auf verwinkelten Wegen. Und die Tiere schliefen zur Mittagszeit unter den Aprikosenbäumen, auf denen im Sommer immer die Kinder kletterten, um von ihnen aus in den vorbei fließenden Fluss zu springen. Viel Landschaft, Natur, Freiraum zum Leben. Als Kinder haben wir gedacht, dass die Erwachsenen so etwas sicher bis zum Jahr 2000 machen würden. Nun ja, jetzt hat es 3 Jahre länger gedauert, denn dies ist seit Juni 2003 für alle Menschen, zu mindestens erst einmal sichtbar zu machen und somit konkret planbar. Möglicherweise werden Sie dieses Buch jetzt wieder zur Seite legen, falls Sie es nicht schon getan haben. Denn es kann sein, dass Sie solche Überlegungen für „Hirngespinste“ halten. Dann haben Sie wahrscheinlich auch Aktien unter Ihrem Kopfkissen zu liegen und glauben noch daran, dass Geld Sicherheit und Werte schafft. Wenn Sie aber Kinder oder Enkel haben, dann sollten Sie ihnen dieses Buch z.B. als Malbuch geben, die Rückseiten sind ja noch frei. Nehmen Sie aber bitte vorher die CD heraus und bewahren Sie diese gut auf. Die Kinder werden später danach fragen... . Sie wollten dieses Buch doch weglegen, - nein ? Mir scheint Sie sind doch  einer von diesen hartnäckigen, zuversichtlichen und phantasievollen Visionären, von denen diese Welt viel zu wenige hat. Oder Sie haben vielleicht sogar schon Ihr Leben lang auf dieses Buch gewartet, dass Ihnen endlich den Zugang in das Reich der konstruktiven Zauberkunst eröffnet ? Sehr gut ! Mit dieser Einstellung werden Sie ein guter, inspirierender und vorausschauender Techniker, Konstrukteur und Entwickler, im besten Sinne des Wortes werden. Sie ahnen demnach, dass das, was Sie hier in den Händen halten, mehr ist als nur eine zielgerichtete Einführung in ein ungewöhnliches Konstruktionsprogramm. Denn, dieses Paket birgt in sich ein so enormes Potential, dass es Ihnen und jedem anderen Anwender völlig neue Wege in unerforschte Dimensionen eröffnet.

Denn in Weiterführung der Möglichkeiten bisheriger kompliziert zu bedienender, herkömmlicher CAD-Konstruktionsprogramme, eröffnet 3D-Modelling mit Truespace 3.2 zusätzlich zum Einstieg in diese sehr leicht zu bedienende 3D Konstruktionssoftware, auch 3D-Animations-, und teilweise sogar Simulationsmöglichkeiten mit weitreichenden Folgen. Und das alles kostenlos in einem einzigen Programm. Dieses 3D-Modellingverfahren  stellt einen Evolutionssprung in der CAD-Konstruktionstechnik dar. Es versetzt auch Neueinsteiger in kurzer Zeit in die Lage, die beschriebene Konstruktionsweise genau so traumhaft einfach anzuwenden, wie ich es Eingangs beschrieben habe. Diese Funktionsvielfalt von Truespace 3.2, stellt mehr als die Summe seiner einzelnen Merkmale dar: Es ist eine neue Qualität und steht nun dem Amateur, wie auch dem professionellen Anwender zur Verfügung. Dies hat zur Folge, dass bei der Anwendung von „Truespace“, Ergebnisse entstehen werden, die Sie auch unabhängiger machen von etablierten, kompliziert zu bedienenden Konstruktionsprogrammen und Konstruktionsmethoden, Maschinen und Geräten von Marktführern, da Sie diese in Zukunft, durch DXF-Export,  besser selber bauen können,
-             Funktionsdogmen, da Sie neue Funktionsanordnungen in einem wesentlichen Umfang bereits dynamisch     selbst testen,
-             Überholte Denkweisen und -grenzen, Energieversorgung, Verkehrswesen u.v.a. mehr.

Das Programm Truespace ist demnach letztlich ein mächtiges Anti-Globalisierungs-Tool. Denn es ist kostenlose Freeware und trägt somit dazu bei, mächtige Konstruktionsressourcen der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Alles was in diesem Sinne, also der Vergesellschaftung von Ressourcen wirkt, ist gut. Denn es wirkt der unnatürlichen, künstlichen Verknappung von Ressourcen entgegen. Das Programm Truespace hilft Ihnen somit auch wieder eins zu werden, mit sich und der Welt. Denn  Sie werden durch die Ergebnisse, die Sie in der Arbeit mit Truespace auch in die Realität umsetzen können, ein Stück weit auszusteigen, können aus dem Plan, den andere für Sie und Ihr Leben vorgesehen haben. Truespace hilft Ihnen die materiell - technische Basis für Ihre wirklichen Lebenspläne konkret umzusetzen. Diese Pläne können Sie zunächst einmal rein virtuell umsetzen, damit Sie sie sehen und begreifen können. Die dadurch im Computer entstehenden und für die reale Fertigung notwendigen Konstruktionsdateien, können Sie als Datei im DXF-(ggf. auch STL) Format, auf CNC-Maschinen fertigen lassen, oder diese in Bewegung als AVI-Video betrachten. Also genau in dem Sinne, wie ich es zuvor mit der Filmkamera für Träume beschrieben habe. Dieser Gesamtvorgang ist wahrscheinlich ein für Sie neuer, zunächst behutsam zu belebender Prozess des daran Glaubenlernens, durch selbst Erleben. Dies ist ein aktiver Prozess, in dem Sie durch die Erschaffung eigener Konstruktionen, Schritt für Schritt Abhängigkeiten abbauen können. Es sind dies Abhängigkeiten von Energie, Verkehr, Wasserversorgung, Wohnraum, Ernährung und vieles andere mehr, was sich durch Besitz geeigneter Technik, also letztlich selbst bewerkstelligen lässt. So können Sie Windkraftmaschinen oder Stirlingmotore konstruieren, die Sie ein ganzes Stück unabhängiger vom Energiemarkt machen können. Sie haben die Möglichkeit sich Flugzeuge, Luftschiffe, Fahrzeuge, Wasseraufbereitungsanlagen, Wasserstofftechnologien oder Aufwindkraftwerke zu konstruieren und aufzubauen. Wenn man als technisch interessierter Mensch jedoch zunächst nach Möglichkeiten sucht, experimentelle innovative Konstruktionspläne von Geräten anzufertigen, die vorerst einmal nur im eigenen Kopf existieren, hält man verständlicherweise erst einmal Ausschau nach etablierten Konstruktionsprogrammen. Doch diese Programme sind oft teuer, hochspezialisiert und faktisch sehr kompliziert zu bedienen. Um damit auch nur ein paar einfache Teile konstruieren zu können, muss man zu viel Zeit und Geld investieren. Auch sind in etablierten CAD-Programmen die Konstruktion, Animation und Simulation getrennt. Mit weitreichenden Folgen: Zwischen diesen Welten müssen alle Dateien erst hin- und her- exportiert werden und Sie brauchen zum Konstruktionsprogramm ein ebenso teures Animations-, bzw. Simulationsprogramm, damit Sie Ihre Konstruktionen auch einmal in Bewegung sehen können. Dies ist ein wichtiger Aspekt, der die eigene Entwicklung stark hemmt. In Truespace sehen Sie Ihre Konstruktionen schon vor der Fertigung in Bewegung. Truespace ist diesbezüglich einfach vollkommen, denn es ist ein Konstruktions-, und Animations-, bzw. Simu-lationsprogramm in einem. Ein Austausch von Konstruktionsdateien ist daher unnötig, aber möglich. Ein weiterer Punkt kommt hinzu: Es entsteht bei den z.Zt. etablierten Konstruktionsprogrammen kein wirkliches Feedback zwischen dem Anwender und seiner Konstruktion. Solch ein Feedback entsteht, wenn der konstruierte Mechanismus und seine Darstellung in der Bewegung, kurz aufeinander folgen können. Bei Truespace ist dies durch die Objektanimation oder -simulation möglich. Durch die Komplexität der Konstruktionssoftware bedingt, entsteht solch ein Feedback bei anderen Programmen jedoch erst dann, wenn Sie deren jahrelanger Anwender sind und die weiterführenden, teuren Softwarepakete besitzen. Truespace setzt hingegen auf das sehr viel einfachere Konstruktionskonzept des 3D-Modellings und garantiert dadurch nach kurzer Einarbeitungszeit, überzeugende Ergebnisse. Mit Truespace werden Sie dieses Feedback im Konstruktionsbereich, vielleicht zum ersten mal im Leben kennen lernen. Dann werden Sie es nicht mehr missen mögen, weil das Ergebnis Ihrer Konstruktion, auch in Bewegung sichtbar sein wird und unverzüglich auf Sie zurückwirkt. Dies bringt Ihre im Schwung der Konstruktion befindliche Phantasie zum protuberieren. Dies ist wirklich ein wunderbares Gefühl. Da einem zudem im virtuellen Raum keine Ressourcenbegrenzungen auferlegt sind, fühlt man sich dabei auf eine unbeschreiblich natürliche Weise entfesselt. So als würden all` die schlafenden Riesen in Ihrer Seele mit einem male zum Leben erweckt. Selbst der fragmentarischste Gedanke kann somit wieder lebendige Gestalt  annehmen. Doch wie kommt man auf Truespace ? Meinen ersten Kontakt mit „Truespace“ hatte ich im Rahmen einer einjährigen Multimedia-Engineering Ausbildung. Ich hatte damals als Praktikant die Gelegenheit, an einen mir seinerzeit ziemlich elitär klingenden Lehrgang: „3D-Modelling und virtuelles Design mit Truespace“, am damaligen Zentrum zur Entwicklung audiovisueller Medien (ZEAM), an der „Freien Universität Berlin“ teilzunehmen. Dieser Kurs war für Absolventen der kunsthistorischen Fakultät, für Web-designer und für angehende Journalisten der neuen Medien eingerichtet worden. „3D-Modelling“, das hörte sich interessant an, jedoch gab es da für mich bereits nach den ersten Kursstunden ein Problem: Angesichts des schnellen  Lehrgangstempos und der Vielzahl der für mich völlig neuen Begriffe, sowie der Komplexität des neuen Stoffes, hatte ich gleichsam nur das Gefühl, ich säße in einem fahrenden Zug und würde versuchen, von vorbeihuschenden Apfelbäumen die Früchte zu pflücken. Das Lehrgangstempo war einfach zu hoch. Doch mir erschienen die Möglichkeiten die ich durch diesen 3D-Kurs erstmals kennen und schätzen lernte, als geradezu traumhaft und zu unwirklich, als daß ich davon wieder lassen konnte. „Truespace“ lief bereits auf einem 133 MHz Pentium PC. Es brauchte also keinen Hochleistungscomputer, um schon brauchbare Ergebnisse zu erhalten. Es hatte darüber hinaus eine leicht zu bedienende, intuitiv erfassbare, ja natürlich wirkende Oberfläche, wie ich sie zuvor noch nie gesehen hatte. Weiterhin hatte es noch viele weitere Funktionen die ich in ihrer Wirkung unglaublich faszinierend empfand, die ich jedoch noch nicht verstand, und die es zu ergründen galt. Offenbar ist hier im Schatten der allgemeinen Aufmerksamkeit der Welt ein Programm mit ungeahnten Qualitäten herangereift. Manchmal dachte ich, dass die Möglichkeiten, die dieses Programm in sich trug so verrückt sind, dass diese Software nur aus einem Programmcode bestehen könne, den nur Außerirdische zu uns übertragen haben könnten. (Wer den Film „Contact“ mit Judi Foster gesehen hat, weiß was ich meine). Doch das Programm war real. Es lief auf einem einfachen PC. So verfolgte ich hoffnungsvoll den weiteren Lehrgangsverlauf. Ich lernte Begriffe aus einer mir völlig neuen Welt kennen - der virtuellen Welt. Doch trotz meines Interesses, schwirrte mir oft der Kopf und ich konnte dem Lehrgangsinhalt nur mit großer Mühe folgen. Wenn der Kurs nur nicht so schnell verliefe, wenn es doch ein Praxisbuch gegeben hätte, das mich Schritt für Schritt in das Programm, vielleicht sogar an Hand einiger kleiner Konstruktionsaufgaben eingeführt hätte Mir wären viele Stunden Arbeit und zahlreiche Verirrungen erspart geblieben. Das Truespace eigene Handbuch war ja naturgemäß sehr allgemein gehalten und setzte auch schon einiges an Vorkenntnissen voraus. Zudem war es, wie leider zu viele Bücher, mehr ein Nachschlagewerk von Wissenden für Wissende. Mir als damals Unwissender blieb also nur übrig, das Programm selbst tiefer zu erforschen und für meine eher technisch ausgerichteten Interessen, zielgerichtet auszuloten. Was dabei zu Tage trat, war nicht nur ein erstmals recht umfängliches, deutschsprachiges Tutorial zu Truespace 3.2, sondern schlug eine Brücke zwischen Präzision und Phantasie: Dazu entwickelte ich das Prinzip des 3D-Exakt-Modellings ® . Es ist dies die Konstruktion vor beweglichen, exakten Schablonen. Dies ermöglichte eine Odyssee in eine bisher unerreichbare umfassende Dimension, deren Beschreibung in der Geschichte nur ein Gleichnis kennt: Prosperos 6. „Buch der gestrengen Geometrien“.

Die Macht der Konstruktionen

Nun halten Sie dieses Schatzbuch, welches ich mir damals so sehr gewünscht hatte, als Ihr reales Arbeitsbuch in den Händen. Alle darin vermittelten Kenntnisse und Erfahrungen bauen systematisch auf einander auf. Ich würde mich freuen wenn es dazu beitragen könnte, dem Einsteiger auf diesem Gebiet einen Leitfaden in die Hand zu geben und gleichzeitig CAD-Anwendungsmöglichkeiten für das 3D-Modeling aufzuzeigen. Ich lernte, dass in Truespace weit mehr schlummerte als das, was sich z.B. Web-, oder Spieldesigner davon zu versprechen hatten, da Truespace auch und bisher völlig verkannt, ein wunderbares Konstruktionsprogramm ist. Nicht nur für die Mechanik, sondern für die Erschaffung ganz neuer Welten! (Übrigens ist derzeit für Berlin-Pankow ein neuartiges, Stadt- und Verkehrskonzept auf der Basis von Truespace und ökologischer Gesichtspunkte in Arbeit.) Mir fiel in der Gegenüberstellung zu anderen Konstruktionsprogrammen auch auf, dass Truespace einen völlig anderen, methodisch offenbar ganz bewusst elementar gehaltenen, ja fast kindlich zu benennenden Konstruktionsansatz in sich trug. Gerade dadurch eröffnen sich dem unvoreingenommenen Konstrukteur sehr weitreichende, universelle Möglichkeiten. Da mich die Ergebnisse überzeugten, fing ich an, diesen Ansatz aufzugreifen und tiefer zu erforschen. Kaum ein Tag verging, an dem es keine neuen aufregenden Erkenntnisse mit Truespace gab, aus denen sich nicht wiederum neue Möglichkeiten ableiten ließen. Ich freute mich über jeden neu entdeckten Schatz den ich aus diesem unerschöpflichen Bergwerk Namens Truespace heraus an`s Tageslicht bringen konnte. Diese Schätze für Sie nutzbar zu machen, ermöglicht Ihnen nun dieses Buch. Denn wir werden jetzt eine Expedition durch dieses für Sie noch neue, schillernde Labyrinth von Truespace durchführen. Danach werden Sie unendlich bereichert sein, können Sie doch dann Ihre eigenen Projekte erschaffen. Zunächst werden Sie lernen diese zu visualisieren. Und sei es vorweggenommen somit erst einmal nur modellhaft und virtuell, jedoch auch schon reale Konstruktionsdaten bereitstellend und somit den Geist freimachend für weitere neue Überlegungen und Planungen. Diese scheitern ja in der Realität leider meistens nur zu oft daran, dass künstliche Ressourcenverknappung vorliegt. Denn innerhalb einer Gesellschaft der künstlichen Verknappung und abgeschotteter Märkte, kann es keine natürliche Entwicklung geben, da sie nicht auf der Befreiung des Menschen, seiner Kreativität und der Bewahrung der Natur ausgerichtet ist. So ist die virtuelle Realität zunächst gewissermaßen die Konserve, ja eine Art Samenbank, und gleichzeitig auch Experimentierfeld für Entwicklungen und Entwickler. So kann man gleichsam wie in einer Zeitreise das Vorweg nehmen, was möglich wäre, wenn uns nicht täglich die in uns hineingepresste Angst um abnehmende Ressourcen umtreiben würde. Da sich die wesentlichsten Ressourcen jedoch auf natürliche Weise selbst regenerieren würden, werden diese in die Hände einer von Ängsten und Dämonen besessenen Minderheit konzentriert oder bewusst vernichtet. So sollte uns das Erkennen unserer neuen konstruktiven Möglichkeiten Anlass genug sein, von dieser global um sich greifenden „Wirtschaft“, heiter Abschied zu nehmen. Doch diese „Wirtschaft“ schreitet als „Globalisierung“ immer noch voran und kann nur durch eine einzige Globalisierung wieder aufgehalten, ja umgekehrt werden: Durch die Globalisierung der natürlichen und nachhaltigen Lebens- und Produktionsweise. Dies beinhaltet auch die vorübergehende, vom maroden Rest abgegrenzte, und von äußerer Einmischung und Ausbeutung befreite, autonome und unabhängige Selbstwegfindung der Menschen auf freiem Grund und Boden. Vor der Umsetzung dieser Aufgabe steht in besonderer praktischer Verantwortung  auch der freie Techniker und Erfinder, als  reale und als imaginäre Gestalt, - schwankend zwischen noch unfassbaren Ideen und der realen Umsetzung seiner Möglichkeiten, auch zum Nutzen Aller. Denn Besitz von Technik für jeden, überführt Philosophie in die konkrete Macht der Unabhängigkeit. Denn er beantwortet die entscheidende Machtfrage, die des Besitzes von Produktionsmitteln, so, dass sich das Volk diese selbst baut.

Vor diesem Hintergrund ist Technik als eine wahre Volkskunst zu betrachten. Denn nur so kann Technik sinnvoll sein: Wenn Sie die Fantasie aller Menschen, als ein Teil von Ihnen, Gestalt werden lässt, ihnen das Leben erleichtert und auf ihren Flügeln neue Wege eröffnet. In diesem Sinne ist Technik eine Wissenschaft und eine Kunst. Der Wissenschaft obliegt es, die Naturgesetze zu entdecken, zu beschreiben, sowie diese natürlich und besonnen nutzbar zu machen. Die Kunst ist es, neue Wege zu beschreiten und überholte Denkweisen und Methoden allseitig zu hinterfragen und bei Problemen vorbehaltlos und systematisch in Frage zu stellen. Wenn Sie sich durch die Arbeit mit Truespace, in Symbiose mit dieser Methode, der Wirkung und der Macht Ihrer eigenen Gestaltungsideen, wie in einem mutigen Blick in den Spiegel auszusetzen, und sich den daraus resultierenden, Sie selbst verändernden Kräften aussetzen, werden Sie mehr als nur Unzulänglichkeiten in Ihrer Konstruktion erkennen. Denn Sie erkennen sich selbst in Ihrem Werk, als dessen verantwortlichen Gestalter, und werden daraus resultierend neuartige Denk-, und Lösungsansätze, auch für sich selbst entwickeln. Diese neuen Denk - und Lösungsansätze bewirken oft eine Entwicklung neuer Qualitäten in Ihnen, und bilden sich nur in nach oben offenen, universellen Systemen aus. Dieses ist die Chance für die Einen und die Hürde für die Anderen. Truespace selbst ist solch ein nach oben hin offenes System und wird nur dem Früchte bringen, der die zuvor gemachten Gedanken teilt. Denn an Truespace muss man so herangehen, wie man es mit der Welt insgesamt machen sollte. - naiv. Seit der Version Truespace 4.0 besteht übrigens die Möglichkeit skriptgesteuerte Intelligenz in Objekte einzuprogrammieren. Entwickeln Sie nun Ihre eigenen, neuen Welten und alles was dazu gehört. Machen Sie sich unabhängig. Konstruieren Sie alles was, Sie oder andere zur Entwicklung brauchen, denn auch dieses Glück existiert nur, wenn man es teilt. Entwickeln Sie Ihre Projekte auch gleich weiter, noch bevor Sie in der Realität Gestalt annehmen. Denn der Eindruck, der sich Ihnen vermitteln wird, wenn Sie Ihre Konstruktion zum ersten mal in Bewegung und in Licht erstrahlt sehen, wird auf Sie zurückwirken. Sie sehen dann nicht nur wie alles wirklich funktioniert und ob alles passt, sondern Sie sehen zugleich, wie Sie es verbessern können. Prüfen Sie ob alles so gelungen ist, wie Sie es sich vorgestellt haben. Erfüllen Sie sich in Freiheit Ihre Träume, um sie anschließend in die Realität umzusetzen. Vielleicht ist dies ja Ihre eigentliche Aufgabe. Truespace unterstützt Sie dabei, denn es gab mir seine Schätze erst frei, als ich mich damit tiefergehend und ausdauernd, oft genug auch auf mich allein gestützt, befasste. Und so gab mir Truespace auch gleich methodisch, gewissermaßen noch als nie versiegende Wegzehrung das mit auf den Weg, was einem bei der Umsetzung seiner wirklichen Möglichkeiten am besten zueigen sein sollte. Diese Wegzehrung hat mich soweit gebracht, Ihnen, liebe Leser, dieses Arbeitsbuch vorzulegen. Mit dessen Hilfe beschreibe ich nicht nur was man mit Truespace erschaffen kann, sondern auch genau wie man es macht. Wenn es Sie beflügelt sich den o.g. Zielen anzunähern, haben Sie auch gleich eine persönliche Einbeziehung in den Prozess, eines sich selbst entfaltenden, autoevolutionären Entwicklungs-Knotens, innerhalb eines morphologischen Feldes miterlebt. Dass das Bewusstsein, das sich derzeit Ihres Körpers angenommen hat, auch noch in Tausend Jahren an den Ergebnissen Ihrer jetzigen Arbeit erfreut, wäre Ihnen und unserer Welt zu wünschen. Doch diese Freude ist nun auch Sie jetzt nachvollziehbar. Schicken Sie denen, die irrtümlicherweise daran glauben, für die derzeitigen Profiteure einer fragwürdigen „Marktwirtschaft“ arbeiten zu müssen, einmal eine Ansichtskarte. Zeigen Sie ihnen Ihre Konstruktionen. Es sind dies Konstruktionen, die Sie dann unabhängiger gemacht haben werden von einem destruktiven Wirtschaftssystem. Beginnen Sie am besten mit der Konstruktion und dem Bau eines Stirlingmotors oder einer Solaranlage. Vielleicht erhalten Sie ja bald eine entsprechende Postkarte zurück ? Denn die Welt ist reif für Sie und es ist Zeit, diesem „Wirtschaftssystem“ seine Gleitschicht zu entziehen: Ihre Arbeitkraft, - die Sie besser für Ihr eigenständiges Leben, im Einklang mit sich selbst und der Natur, oder in freiwilliger Genossenschaft mit Gleichgesinnten, einsetzen sollten. Das diese Idee eines alten Menschheitstraumes jetzt so erfolgen kann, grenzt an die Zauberei, die sich Shakespeare für seinen Protagonisten Prospero ersehnt hat. Doch wenn Sie Ihre Konstruktionen so in die Realität umsetzen und diese dann zum ersten mal zu wirken beginnen, so wird in Ihnen, zusammen mit der in Ihnen aufsteigenden Kraft und dem Potential Ihres neuen Selbstbewußtseins, sicherlich auch gleichzeitig der Zweifel auftauchen, ob Sie für solche Revolutionen vor Ort und im Kleinen geeignet sind. Der erste Schritt ... Doch bevor es für uns, angesichts unserer so nun neu zu erwerbenden Macht soweit ist, darüber nachzudenken, auch das Ihnen hier vorliegende Zauberbuch im Meer zu versenken, wollen wir dieser Zauberkunst doch erst einmal gemeinsam reale Gestalt verleihen und sie entfesseln, um ihr legitimes Erbe anzutreten. Denn das Wissen das Prospero als Sturm gegen seine Tyrannen richtete, können und werden wir nun nutzen. Er wird niemanden töten. Aber es wird die über uns herrschenden Tyrannen mitsamt ihrem uns demütigenden Machtapparat lähmen und erstarren lassen. Sollen sie von Ihren Zinsen leben. Arbeiten werden wir nicht mehr für sie ! Wenn Sie Hunger haben, sollen sie in Ihr Gold beißen oder selbst arbeiten! Durch Entzug unserer Arbeitskraft und Aufbau eigener, preiswerter Produktionsmittel, so wie es Gandhi in Indien, gegen die Briten erfolgreich vorgeführt hat, gelingt dies. Falls Sie aber innerlich entkräftet sind und noch zu oft eine inhaltliche Leere und keine Orientierung für Ihr Leben verspüren, was nach 2000 Jahren globaler Menschheitsunterdrückung, Verirrung und Manipulation kein Wunder wäre, befassen Sie sich einmal mit Ghandis veedisch basierter Kultur. Wenn Sie dabei an Ayurveda denken, der Möglichkeit, Körper und Seele wieder zu ihrem Ursprung zurückzuführen, sind Sie auf dem richtigen Weg. Diese Weltanschauung eröffnet Ihnen einfach durch Ruhe, Musik und schöne Körperzustände, den Blick auf Ihre eigenen, oft durch Ängste verschütteten Anlagen, Wünsche und Sehnsüchte, die ihrer Entfesselung harren. Diesen Anlagen können Sie nun eine unabhängige materiell-technische Basis und eine Form geben: Durch eigene, selbstgefertigte und somit erstmals wahrhaft vergesellschaftete Produktionsmittel und visionäre Konstruktionen zur Verschönerung unserer Welt.
Ich Danke von hier aus den Musikern der Gruppe „Blumfeld“ für ihre ermutigende CD „Jenseits von Jedem“, die sie für uns alle produziert haben, und in der es heißt:
„Aus Sternenstaub und Teil des Meers - Ergebnis der Gezeiten, so kreisen wir schon länger hier, durch unbegrenzte Weiten. Kommt sagt es allen,
wir sind frei, von dieser  Tyrannei ...“.

Sie meinen, das ist Ihnen alles zu politisch und gehört nicht hierher? Nun, auch unser Tun wird Einfluss auf Ressourcen haben. Denn Politik ist, befreit vom Gestrüpp rhetorischer Verzierungen, nichts anderes, als die zielgerichtete Verteilung von Ressourcen. Die Hauptressourcen der „Marktwirtschaft“, heißen: zentralisierte Produktionsmittel, Boden, Arbeitskraft und Angst. Und somit sind wir immer mittendrin und Bestandteil von Politik, ohne es vielleicht zu wollen oder uns dessen immer bewusst zu sein. Zumindest über Ihre Anteile an Produktionsmitteln, Arbeitskraft und Angst, können Sie nun relativ kurzfristig selbst Einfluss nehmen. Denn ich nehme an, auch Sie fragen sich gelegentlich, wie sich manche Politiker anmaßen können, uns elementare Ressourcen (Energie, Nahrung, Boden) im Mindestmass zur Selbstversorgung vorzuenthalten, um uns in das Zwangskorsett der Fronarbeit zu pferchen. Diese elementaren Ressourcen wären ja sowieso für jeden von uns ständig vorhanden (Boden), regenerieren sich (Holz, Sonne) oder wachsen stets nach, wie Nahrung, die zur Profitsteigerung sogar vernichtet oder deren Produktion in der 3. Welt durch Konzerne der EU und der USA unterdrückt wird. Die Antwort ist immer die selbe: Profitmaximierung durch künstliche Verknappung von Ressourcen um Arbeitssklaven für ihr marodes System zu rekrutieren, die ausgezehrt und bei Billiglohn, bei der sog. „Staatszinstilgung“ und dem Erhaschen von Profit kleiner Kreise täglich neu verschlissen, ja vernichtet werden. Doch diese „kleinen Kreise“ sind oft nur Gefangene im selbstgewählten gläsernen Sarg ihrer eigenen Habgier.  Das Thema „Boden“ ist eines, welches wir mit der Inderin Dr. Vandana Shiva erörtern sollten, die „Mutter“ dazu sagt. Sie können nun durch Ihre bevorstehend zu erwerbenden Kenntnisse, zumindest erst einmal bei sich beginnend, diesem „marktwirtschaftlichem“ Treiben zunehmend einen Riegel vorschieben, um sich diesem System schrittweise zu entziehen. Wenn Sie so Ihr neues Selbstbewusstsein entdecken, es kultivieren und Ihre Dauerexistenzangst dadurch zunehmend in vitalisierende Lebensfreude umschlagen lassen, dann können auch Sie vor Ihren Mitmenschen den Blick erheben und sagen: „Hier wächst ein Mensch, dessen Seele nicht vor der Zeit stirbt“. Seien wir also realistisch und erschaffen unsere fantastische neue Zukunft selbst. In diesem Sinne wünsche ich uns allen konstruktives Schaffen.

joerg-romahn@gmx.de

©Jörg Romahn